Integration

Wir stehen seit über 30 Jahren für die Überwindung von ungleichen Bildungschancen. Wir wollen Unterschiede nicht verschweigen, sondern einen Rahmen schaffen, in dem sich Kinder entsprechend ihrer Bedürfnisse und Interessen entfalten können. Die Besonderheit des Integrationsgedankens liegt darin, dass alle Kinder die gleichen Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit haben sollen, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, von Geschlecht sowie emotionalen, körperlichen oder geistigen Unterschieden. Wir lassen heil- und sonderpädagogische Elemente in unsere Arbeit einfließen, um alle Kinder gemäß ihrer individuellen Entwicklung, ihrer Fähigkeiten und Bedürfnisse fördern und begleiten zu können.

Wir betreuen max. 14 Kinder in einer Gruppe, wovon in jeder Gruppe drei Integrationskinder (Kinder mit besonderem Förderbedarf) einen Platz haben. Jede unserer drei Gruppen wird von zwei pädagogischen Fachkräften begleitet.

Unsere Integrationsplätze stehen Kindern zu die aufgrund von:

  • Entwicklungsverzögerungen im motorischen, sprachlichen und kognitiven Bereich,
  • Einschränkungen im Hören und Sehen,
  • Problemen in der Wahrnehmungsverarbeitung die sich im Handeln, Lernen, und Verhalten zeigen (Bewegungsunsicherheiten, Ungeschicklichkeit, Unruhe, Ängstlichkeit, Koordinationsschwierigkeiten, mangelnde Konzentration und Ausdauer, geringe Merkfähigkeit, Schmerzüber- oder unterempfindlichkeit, Aggressivität, Zurückgezogenheit usw.)
  • cerebralen Bewegungs- und Sprachstörungen,
  • unterschiedlichen Syndromen wie Down-Syndrom, Angelman-Syndrom usw.
  • Anfallssymptomen,
  • Stoffwechselerkrankungen,
  • u.a. Beeinträchtigungen

einen besonderen Förderbedarf haben.

Schritte zur Integration

Die Mehrkosten die durch unseren intensiven Betreuungsschlüssel entstehen, werden zum Teil vom Land Tirol getragen. Voraussetzung hierfür ist ein positiver Reha-Bescheid, in dem der besondere Förderbedarf des Kindes anerkannt wird.

Diagnostik

Um einen Antrag zur Bewilligung einer Rehabilitationsmaßnahme (z.B. Besuch eines Integrationskindergartens, Durchführung notwendiger Therapien, Inanspruchnahme eines Fahrdienstes) stellen zu können, muss ein Befund über die Art der Beeinträchtigung des Kindes vorliegen. Der Befund wird in einem Diagnoseverfahren von FachärtztInnen, PsychologInnen oder TherapeutInnen erstellt. Ebenso werden notwenige Fördermaßnahmen benannt.

Antrag auf Bewilligung einer Rehabilitationsmaßnahme nach dem Tiroler Rehabilitationsgesetz

Liegt ein besonderer Förderbedarf bzw. eine entsprechende Diagnose vor, kann ein Reha-Antrag gestellt werden. Im Reha-Antrag wird um die Bewilligung des Kindergartenbesuches, die Durchführung von Therapiemaßnahmen oder anderer Maßnahmen angesucht.

Dem Antrag müssen folgende Dokumente beigelegt werden:

  • Meldezettel, Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Einkommensnachweis, Bescheid über den Grad der Beeinträchtigung (Befunde, Gutachten).

In der Sozialabteilung des Landes bzw. der Stadt Innsbruck wird der Antrag von SachbearbeiterInnen, SozialarbeiterInnen und AmtsärztInnen geprüft. Sobald eine Bewilligung ausgesprochen wird, übernimmt das Land die Mehrkosten des Kindergartens in Form von Tagsätzen und einen Teil der Therapiekosten.

Fahrdienst

Ein Fahrdienst zum Kindergarten und wieder nach Hause kann nur unter besonderen Voraussetzungen beantragt werden. Beispielsweise beim Vorhandensein einer starken Bewegungseinschränkung.

Erstellen eines Förderplans

In Zusammenarbeit mit fachlich qualifizierten Pädagoginnen, Therapeutinnen, ÄrztInnen und der Familie des Kindes werden die Schwerpunkte der Unterstützung und Förderung der Kinder im Kindergartenalltag erstellt und laufend gemäß der Entwicklung der Kinder angepasst oder verändert.

Beratung, Abklärung, Therapie

Adressen von Therapieeinrichtungen, Ambulanzen an der Klinik, Psychodiagnostiker, Praxisgemeinschaften usw. finden Sie auf der Homepage der Kinderplattform:

Weitere Integrationskindergärten und Integrationsgruppen in Innsbruck und Umgebung

Fahrdienst